typographisches experiment / I
12 2011 —das alphabet der uns bekannten schriftzeichen setzt sich im grundlegenden aus geometrischen elemente zusammen, die einem bestimmten rythmus einer graphischen struktur und einer position folgen um zwei wesentliche faktoren für lesbarkeit zu generieren – erfassbarkeit und differenzierbarkeit.
aber geht das erfassen einer letterform immer auch eine ausreichende unterscheidbarkeit voraus oder ist es gar umgekehrt – muss ein zeichen zuerst physisch bzw systematisch erfasst werden um darin den unterschied zu anderen zu erkennen?
die nachfolgenden typo-schematischen strukturen in form der 36 alphabetsletter sollen den prozesse der »erfassbarkeit« und »differenzierbarkeit« verdeutlichen – beide faktoren sind von anfang an nicht gegeben.